Der Bedarf an Wohnraum ist hoch – gleichzeitig bleiben viele Dächer, Gärten und Bestandsgebäude ungenutzt.
Genau hier setzt der Bau-Turbo 2025 an: Kommunen dürfen nun von starren Vorgaben abweichen, wenn dadurch neuer Wohnraum entsteht.
Für Sie als Eigentümer:in heißt das: Mehr Spielraum für Aufstockungen, Anbauten, Umnutzungen und modulare Lösungen – deutlich unkomplizierter als bisher.
Neue Rechtslage: Was sich ändert
Kernstück ist der neue § 246e BauGB – auch benannt als die „Experimentierklausel“. Sie gilt bis Ende 2030 und ermöglicht flexible Entscheidungen im Sinne der Wohnraumschaffung.
Ergänzend dazu:
- § 31 Abs. 3 BauGB: Mehr Wohnnutzung, auch bei engen Bebauungsplänen
- § 34 BauGB: Nachverdichtung im Innenbereich wird erleichtert
- TA Lärm: Abweichungen möglich – bei guter Begründung
Das Zeitfenster ist begrenzt – nutzen Sie es jetzt!
Tiny Houses und modulare Bauweisen im Vorteil
Diese Bauformen passen ideal zum Bau-Turbo – denn sie sind:
- schnell geplant und genehmigt
- ressourcenschonend
- flexibel einsetzbar – vom Einzelprojekt bis zur seriellen Aufstockung
Gerade in Lagen mit bisher wenig Potenzial steigen die Chancen auf Genehmigung.
Haben Sie Ausbaupotenzial?
Fragen Sie sich:
- Kann auf Ihrem Dach aufgestockt werden?
- Bietet Ihr Haus die Option auf An- und Ausbau für mehr Wohnraum?
- Ist Platz für ein Tiny House im Garten oder ein Haus in zweiter Reihe?
- Können beispielsweise Garagen überbaut werden?
- Gibt es leerstehende Gebäude, die umgenutzt werden könnten?
Typische Optionen:
- Aufstockung eines Bestandsgebäudes (Statik, Brandschutz, Erschließung prüfen)
- Tiny House oder Mikrohaus im Garten mit gesicherter Zufahrt und Medienanschluss
- Umnutzung von Garagen, Lagern oder Gewerbeeinheiten
Der Schlüssel: Gute Vorbereitung
Kommunen haben mehr Ermessensspielraum – wenn neuer Wohnraum entsteht und Sie gut vorbereitet sind.
Ein professionelles Gespräch mit dem Bauamt kann Türen öffnen.
Was jetzt realistischer wird:
- Schnelles Bauen im Bestand.
- Zusätzliche Geschosse auf Bestandsgebäuden mit Modulbauweise
- Zweite-Reihe-Häuser in gewachsenen Siedlungen
- Mikrohöfe mit Tiny Houses auf Rest- oder Innenflächen
Das Potenzial liegt im Bestand – nicht auf der grünen Wiese.
Was weiterhin zählt
- Umwelt- und Naturschutz: Artenschutz, Wasserhaushalt, Klimaanpassung bleiben zentrale Kriterien
- Lärm & Nachbarschaft: Abweichungen sind möglich, aber gut zu begründen – planen Sie Schallschutz ein
- Planungssicherheit:
- Bauamt früh einbinden
- Bestand und Statik prüfen
- Erschließung klären
- Nachbarschaft mitdenken
- Visualisierung, Mobilitäts- und Begrünungskonzept vorbereiten
- Wirtschaftlichkeit und Förderung prüfen
- Zeitlich realistisch planen – der Bauturbo gilt bis 2030
Ihr nächster Schritt
Wenn Sie jetzt:
- Ihre Grundstücksreserven analysieren,
- mit Ihrer Kommune ins Gespräch gehen
- und ein durchdachtes Konzept vorlegen,
… sind Ihre Chancen auf eine schnelle Genehmigung besser denn je.
Wir unterstützen Sie gern mit Strategie, Checkliste oder konkreter Projektplanung.
Vereinbaren Sie jetzt Ihren unverbindlichen Beratungstermin.


