Über Regina Burchardt

Als erfahrene Expertin für Immobilien begleitet Regina Burchardt ihre Kunden von der Marktwertermittlung über die Finanzierung bis zum barrierefreien Umbau mit hohem fachlichen Anspruch und einem weitreichenden Netzwerk.

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Familie Becker überlegt zu sanieren: „Wir sollten was machen … aber wo fangen wir an?“

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Wie ein individueller Sanierungsfahrplan (iSFP) Sicherheit gibt

Die Energiepreise steigen, die Vorgaben werden strenger, in den Medien ist ständig von energetischer Sanierung die Rede – und sie fragen sich:

  • Was muss ich überhaupt sanieren und was ist sinnvoll?
  • Was zuerst – Dach, Fenster, Heizung?
  • Was, wenn ich jetzt Geld ausgebe und es später die falsche Entscheidung war?
  • Was rechnet sich?

Genau an diesem Punkt stehen viele Eigentümer:innen. Und genau hier setzt der individuelle Sanierungsfahrplan (iSFP) an.

Familie Becker: Ein ganz normales Haus – mit typischen Problemen

In diesem Beitrag zeige ich Ihnen anhand eines konkreten Beispiels, wie ein iSFP im Alltag aussieht, warum er teure Fehlentscheidungen verhindern kann – und wieso Sie das Thema nicht auf die lange Bank schieben sollten.

Nehmen wir das Haus der Familie Becker, die ein Haus geerbt haben:

  • Einfamilienhaus aus den 80er-Jahren, ca. 130 m²
  • Ölheizung, ältere Fenster, Heizkosten: rund 3.200 € pro Jahr
  • Im Winter zieht es im Wohnzimmer, im Dachgeschoss wird es nie richtig warm
  • Die Beckers spüren: „So kann es nicht weitergehen.“
  • Sie lesen im Internet, hören unterschiedliche Meinungen und werden immer unsicherer:
  • „Sollen wir zuerst die Heizung tauschen?“
  • „Bringt eine Dämmung überhaupt so viel?“
  • „Was ist, wenn wir jetzt etwas machen, das wir später wieder umbauen müssen?“

Sie haben Angst, Geld falsch zu investieren – und verschieben das Thema Sanierung immer wieder.

So vermeiden Sie teure Fehlentscheidungen

Genau hier kommt der individuelle Sanierungsfahrplan (iSFP) ins Spiel.

Ein individueller Sanierungsfahrplan ist die ideale Grundlage, um Ihre Immobilie strukturiert, gefördert und wertsteigernd zu sanieren. Gerade weil sich die Rahmenbedingungen schnell ändern können, lohnt es sich, das Thema iSFP nicht auf die lange Bank zu schieben.

Statt „Wir machen mal irgendwas“, bekommen Sie mit einem iSFP:

  • eine klare Strategie
  • eine übersichtliche Reihenfolge der Maßnahmen
  • Zahlen, die Sie vergleichen und verstehen können
  • und eine fundierte Basis, um Fördermittel optimal zu nutzen

Was ist ein iSFP – in einfachen Worten?

Der iSFP ist ein von einer Energieeffizienz-Expertin oder einem -Experten erstellter Fahrplan für Ihr Gebäude.
Er zeigt Ihnen:

  • den energetischen Ist-Zustand Ihres Hauses
  • sinnvolle Sanierungsschritte – in Etappen oder als Gesamtsanierung
  • eine logische Reihenfolge dieser Maßnahmen
  • grobe Investitionskosten und mögliche Energieeinsparungen


Sie können sich den iSFP vorstellen wie ein Navigationsgerät für Ihre Sanierung:

  • Sie wissen, wo Sie starten (aktueller Zustand des Hauses)
  • Sie sehen verschiedene Routen (Sanierungsvarianten)
  • Sie bekommen eine Empfehlung, wie Sie am sichersten ans Ziel kommen – ohne Umwege und teure Irrtümer

Wie läuft das in der Praxis bei Familie Becker ab?

1. Der Gebäudecheck

Ein Energieeffizienzexperte bzw -Expertin kommt ins Haus und schaut sich an:

  • Dach und oberste Geschossdecke
  • Außenwände und Fassade
  • Fenster und Türen
  • Heizung, Leitungen und ggf. Warmwasserbereitung
  • Lüftungssituation

Es wird gemessen, dokumentiert, nach Verbrauchsdaten gefragt und ein Gesamtbild erstellt:

  • Wo geht Wärme verloren?
  • Welche Bauteile sind veraltet?
  • Wo ist das Einsparpotenzial am größten?

2. Rechnen statt raten

Anstatt „Der Nachbar hat sein Dach gedämmt, das machen wir auch so“, bekommt die Familie konkrete Zahlen:

  • aktueller Energieverbrauch des Hauses
  • grobe Kosten je Maßnahme (z. B. „Fenster: ca. 20.000 €“)
  • mögliche Einsparung bei den Energiekosten pro Jahr
  • Auswirkungen auf den energetischen Standard des Gebäudes

So wird aus einem Bauchgefühl eine sachliche Entscheidungsgrundlage.

3. Ein Fahrplan in Etappen

Anschließend wird der individuelle Sanierungsfahrplan erstellt. Zum Beispiel:

Etappe 1: Dämmung von Dach und oberster Geschossdecke

Etappe 2: Austausch der alten Fenster und Verbesserung der Fassade

Etappe 3: Erneuerung der alten Ölheizung – z. B. auf Wärmepumpe oder effiziente Gasheizung mit Solarunterstützung

Etappe 4: Lüftungskonzept (z. B. Lüftungsanlage oder Nachrüstsysteme)

Wichtig: Die Reihenfolge ist nicht zufällig.

Es wird darauf geachtet, dass Maßnahmen aufeinander abgestimmt sind:

Erst Hülle verbessern, dann Heizung dimensionieren

Keine neue Heizung einbauen, die später „zu groß“ ist, weil das Haus nach der Dämmung viel weniger Energie benötigt

Genauso werden teure Fehlentscheidungen vermieden.

    Aktuelle Rahmenbedingungen: Förderung und iSFP-Bonus

    Zurzeit wird die Erstellung eines iSFP im Rahmen der Energieberatung für Wohngebäude über das BAFA gefördert.

    Der Staat übernimmt einen erheblichen Anteil der Kosten für die Energieberatung.

    Zusätzlich gibt es für viele energetische Einzelmaßnahmen einen iSFP-Bonus:

    Wer Maßnahmen im Einklang mit dem Sanierungsfahrplan umsetzt, kann mehr Förderung erhalten. Das kann schnell mehrere Tausend Euro ausmachen.

    Wichtig ist aber auch:

    Förderprogramme, Quoten und technische Anforderungen werden regelmäßig angepasst. Was heute gilt, kann morgen schon anders aussehen.

    Gerade deshalb ist es sinnvoll, jetzt eine klare Grundlage zu schaffen – statt immer wieder zu verschieben.

    Warum sich ein iSFP für Sie lohnt

    Schauen wir uns die Vorteile noch einmal gebündelt an.

    1. Klare Strategie statt Stückwerk

    Ohne Plan: Heute die Heizung, in drei Jahren vielleicht das Dach, irgendwann neue Fenster – und oft passt am Ende nichts richtig zusammen.

    Mit iSFP: Sie wissen, welche Schritte sinnvoll sind. Sie kennen die Reihenfolge, damit nichts doppelt oder unnötig teuer wird. Sie können die Sanierung in Etappen planen – passend zu Ihrem Budget

    2. Mehr Fördermittel sichern

    Mit einem iSFP und der richtigen Umsetzung können Sie:

    • den iSFP-Bonus nutzen
    • Förderprogramme besser kombinieren (denn es gibt noch mehr Förderungen)
    • unnötige Förderverluste vermeiden


    Kurz: Aus der gleichen Sanierungssumme holen Sie mehr für sich heraus.

    3. Sichere Entscheidungsgrundlage

    Statt sich auf Hörensagen und Internetforen zu verlassen, haben Sie:

    • eine professionelle Bewertung Ihres Hauses
    • Vergleichsrechnungen: „Was bringt welche Maßnahme?“
    • eine Dokumentation, auf die Sie auch in ein paar Jahren zurückgreifen können


    Das gibt Sicherheit – und nimmt den Druck, alles „perfekt“ wissen zu müssen.

    4. Wertsteigerung und Zukunftssicherheit

    Ein saniertes Gebäude ist:

    • attraktiver für Käufer:innen und Mieter:innen
    • weniger anfällig für Preissteigerungen bei Energie
    • besser gewappnet für künftige gesetzliche Anforderungen


    Sie investieren also nicht nur in Ihre aktuelle Wohnqualität, sondern auch in die Zukunftsfähigkeit Ihrer Immobilie.

    Zurück zu Familie Becker:

    Nach der Erstellung des iSFP sagten sie: „Endlich wissen wir, wo wir stehen.

    • Wir müssen nicht alles auf einmal machen – wir haben einen Plan.
    • Wir haben keine Angst mehr, das Falsche zu entscheiden.
    • Wenn die ersten Maßnahmen umgesetzt sind:
    • Die Räume sind gleichmäßig warm, keine kalten Füße mehr im Wohnzimmer.
    • Die Heizkosten sinken– je nach Umfang der Sanierung.
    • Die Familie fühlt sich wohler in ihren vier Wänden und blickt entspannter in die Zukunft.


    Fazit: Ein iSFP ist mehr als Papier – er ist Ihr Sicherheitsnetz

    Sie werden sich wohlfühlen in Ihren vier Wänden.

    Der Wert der Immobilie wird erhalten oder sogar gesteigert. Und auch das Wohlfühlwohnen kommt dabei nicht zu kurz.

    Ein durchdacht saniertes Gebäude ist attraktiver für Käufer:innen und Mieter:innen, senkt Energiekosten und macht Sie unabhängiger von Preissteigerungen und gesetzlichen Verschärfungen.

    Wenn Sie möchten, kann auch für Sie der nächste Schritt ganz einfach sein:

    Schreiben Sie Ihre Fragen auf – egal wie klein oder „banal“ sie Ihnen erscheinen – und holen Sie sich eine erste Beratung.

    Aus „Wir sollten mal …“ wird dann sehr schnell ein konkreter, machbarer Plan.

    Buchen Sie Ihren Termin hier.