Sanierung einer Immobilie in Berlin: Was muss ich wirklich tun, was lohnt sich, und wann ist der richtige Zeitpunkt? Kaum ein Thema beschäftigt Eigentümerinnen und Eigentümer derzeit so sehr. Darum hatte Burchardt Immobilien am 23. April 2026 zum Expertentalk „Sanierung, Heizung, An- und Umbau“ in die die attraktiven Veranstaltungsräume des BEYDES New Working Culture Creator House in Berlin-Tegel eingeladen. Schon die Atmosphäre zeigte: Hier ging es nicht um trockene Gesetzestexte, sondern um echte Orientierung für Menschen, die Verantwortung für eine Immobilie tragen.
Denn Immobilien sind weit mehr als Gebäude. Sie stehen für Werte, Sicherheit, Zukunft – und manchmal auch für familiäre Entscheidungen, die nicht leichtfallen. Gerade deshalb braucht es Gespräche, die fachlich fundiert sind und im Alltag weiterhelfen.
Warum das Thema „Sanierung einer Immobilie“ in Berlin heute so wichtig ist

Was gilt aktuell? Welche Änderungen bringt das GMG? Was steckt hinter dem Bauturbo? Und welche Fördermöglichkeiten gibt es? Mit aktuellem Wissen und Know-how schafft Burchardt Immobilien Orientierung für klare und sichere Entscheidungen. Regina Burchardt nahm die Teilnehmer mit auf einen Parforceritt durch den Dschungel der Baugesetzgebung. „Die Infos aktualisiere ich bis kurz vor meinem Vortrag“, sagt sie. „Es ändert sich ständig. Aber ich bleibe so gut wie möglich auf dem Laufenden, um meine Kunden umfassend zu informieren.“
Gesetze und Vorgaben ändern sich ständig
Selten waren die Anforderungen im Immobilienbereich so komplex wie heute. Klimaschutzvorgaben, neue Verordnungen und Gesetzesverfahren, technische Möglichkeiten, Förderfragen und steigende Baukosten greifen ineinander. Das Gebäudeenergiegesetz sieht unter anderem vor, dass neue Heizungen schrittweise mit mindestens 65 Prozent erneuerbarer Energie betrieben werden müssen.
In Kürze soll das GEG ersetzt werden durch das neue Gebäudemodernisierungsgesetz. Was diesbezüglich zu erwarten ist, was sich voraussichtlich ändert und wie man sich aktuell aufstellen sollte, war u.a. Thema an diesem Abend.
Gleichzeitig verpflichtet die europäische Gebäuderichtlinie EPBD die Mitgliedstaaten, ihre Vorgaben bis Ende Mai 2026 in nationales Recht umzusetzen. Dieser Termin wird sich eventuell verschieben in den Herbst 2026.
Das Bundesklimaschutzgesetz (KSG) sieht außerdem vor, die Treibhausgasemissionen bis 2030 um 65 Prozent gegenüber 1990 zu senken und bis 2045 Treibhausgasneutralität zu erreichen.
Das klingt zunächst abstrakt. Für Eigentümer wird es aber sehr konkret: Energieklasse, Heizsystem, Modernisierungsstand, CO₂-Belastung und Nutzungspotenzial beeinflussen zunehmend den Wert, die Vermietbarkeit, die Finanzierbarkeit und die Zukunftsfähigkeit einer Immobilie.
Eine zentrale Frage des Abends lautete deshalb:
Wer entscheidet über die Zukunft Ihrer Immobilie – Sie selbst oder der Zufall?
„Muss ich jetzt sofort sanieren?“
Diese Frage stand sinngemäß im Raum – und sie ist verständlich. Viele Eigentümerinnen und Eigentümer möchten nichts versäumen, aber auch keine überstürzten Entscheidungen treffen.
Die Antwort des Abends war wohltuend klar: Nicht jede Immobilie braucht sofort eine große Sanierung. Aber jede Immobilie verdient eine ehrliche Bestandsaufnahme.
- Wie ist der energetische Zustand?
- Welche Heizung ist verbaut?
- Gibt es Schwachstellen an Dach, Fassade, Fenstern oder Keller?
- Welche Maßnahmen schützen den Wert wirklich?
- Und welche Investition passt zur persönlichen Lebenssituation?
Die bessere Frage lautet also nicht mehr nur: „Muss ich sanieren?“ sondern: „Welche Maßnahme schützt Wert, Liquidität und Zukunftsfähigkeit meiner Immobilie am besten?“
Genau hier beginnt gute Beratung. Nicht mit Panik, sondern mit Einordnung.
Heizung, Wärmepumpe und Photovoltaik: Was passt zum Haus?
Nach dem Überblick zu Gesetzen, Verordnungen und Marktentwicklungen wurde es ganz praktisch. Die eingeladenen Experten gaben Einblicke in konkrete Lösungen: Wärmepumpen, Photovoltaik und Bausanierung aus einer Hand.

Andreas Etzel von GEP erläuterte, worauf es bei Wärmepumpen ankommt.
- Welche passt zu welcher Immobilie?
- Lohnt sich eine Wärmepumpe im Altbau?
- Reichen vorhandene Heizkörper aus?
- Wie hoch sind die tatsächlichen Kosten, wie laut ist die Anlage und welche Lösung passt zu welchem Gebäude?
Nicht jedes Haus ist automatisch geeignet – aber auch nicht jedes Haus ist ohne Vorbereitung ideal.

Andreas Muntinga von der Berliner Sonne machte deutlich, welche Rolle Photovoltaik spielen kann. Lohnt sich Photovoltaik für mein Haus? Das wird besonders spannend, wenn Stromerzeugung, Wärmepumpe, Speicher und Eigenverbrauch zusammengedacht werden. Dann geht es nicht nur um Klimaschutz, sondern auch um planbarere Energiekosten.

Frank Kühn von MF Berliner Bauausführung ordnete die bauliche Seite ein:
- Was sollte bei einer Sanierung zuerst gemacht werden?
- Welche Maßnahmen sind sinnvoll und wie greifen sie ineinander?
Denn eine Sanierung ist selten nur eine technische Entscheidung. Sie betrifft Abläufe, Gewerke, Budget, Zeitplanung und die Frage: Wie bleibt das Ganze für Eigentümer beherrschbar? Eine Sanierung sollte Schritt für Schritt aufgebaut werden, damit sich typische Fehler sowie unnötige Kosten vermeiden lassen.
„Was hat das alles mit Erben und Vererben zu tun?“

Mehr, als viele zunächst denken. Das zeigte Rechtsanwältin Ina Dallmann-Glagowsky, die rund um Erbe, Vererben, Schenkung und mögliche steuerliche Überlegungen informierte.
- Wie bleiben Vermögen, Familie und Steuern im Gleichgewicht?
- Wie schöpfe ich bei der Erbschaftssteuer Freibeträge aus? Welche Fristen gilt es, einzuhalten?
- Nießbrauch/Wohnrecht: Sicherheit fürs Leben mit der Option, flexibel zu handeln.
- Gut abwägen: Wann (Teil-)Verkauf, wann Schenkung?
Grade bei Immobilien kommen viele Fragen zusammen: aktueller Marktwert, Sanierungsbedarf, familiäre Ziele, steuerliche Freibeträge, Liquidität und die Frage, wer eine Immobilie später tatsächlich halten kann oder möchte.
Die Fragen der Gäste zeigten sehr deutlich: Der Informationsbedarf ist groß. Besonders dann, wenn energetische Anforderungen, steigende Immobilienwerte, Modernisierungskosten und Nachfolgeplanung zusammentreffen.
Auch hier gilt: Frühzeitige Orientierung schafft Handlungsspielraum. Wer erst reagiert, wenn Fristen, Streit oder Kosten drücken, hat oft weniger Optionen.
Teilnehmerstimmen: Was die Gäste mitgenommen haben
Nach den Vorträgen blieb viel Raum für persönliche Gespräche. Genau das machte den Abend so wertvoll: Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer konnten konkrete Fragen stellen, Kontakte knüpfen und verschiedene Fachrichtungen an einem Ort erleben.
Ein Gast brachte es sinngemäß auf den Punkt: „Ich sehe mich eigentlich als Immobilienprofi, aber ich musste heute feststellen, dass ich viele Aspekte tatsächlich nicht wusste oder nicht in dieser Form eingeschätzt hätte. Für mich hatte der Abend einen klaren Mehrwert.“
Das ist vielleicht das schönste Kompliment für eine Veranstaltung: wenn selbst erfahrene Immobilienmenschen mit neuen Gedanken nach Hause gehen.
Warum sich die Teilnahme an den ExpertenTalks von Burchardt Immobilien lohnt
Die Veranstaltungen von Burchardt Immobilien sollen keine Frontalvorträge sein, bei denen man danach mit noch mehr Fragezeichen geht. Sie sollen Orientierung geben.
Wer teilnimmt, bekommt fachliche Informationen, verständlich erklärt. Man begegnet Menschen, die ähnliche Fragen haben. Man kann Expertinnen und Experten direkt ansprechen. Und man spürt oft schon im Gespräch, welcher nächste Schritt sinnvoll sein könnte.
Ein guter Immobilienberater hört das Gras wachsen. Er erkennt, was sich mit hoher Wahrscheinlichkeit abzeichnet, benennt klar, was bereits gilt, und schafft damit die Grundlage für gute Entscheidungen.
Der Abend im BEYDES bot dafür einen wunderbaren Rahmen. Das Creator House in Berlin-Tegel überzeugte mit einer sehr angenehmen und inspirierenden Atmosphäre. Gastgeber Christopher Weiß schuf einen Ort, an dem Fachwissen, Austausch und persönliche Begegnung auf besondere Weise zusammenkamen.
Und ja: Der krönende Abschluss durfte stilvoll begossen werden – der Aperol passte wunderbar zu diesem langen, lebendigen Abend.
Fazit
Immobilien werden künftig noch stärker nach Energieeffizienz, CO₂-Belastung, Modernisierungsfähigkeit, Nutzungspotenzial und steuerlicher Zukunftsfähigkeit bewertet.
Das bedeutet nicht, dass Eigentümerinnen und Eigentümer alles sofort erledigen müssen. Es bedeutet aber: Abwarten ist selten die beste Strategie.
Wer frühzeitig prüft, plant und handelt, kann Risiken reduzieren, Förderchancen nutzen, Vermögenswerte sichern und bessere Entscheidungen treffen. Genau darum ging es beim Expertentalk im BEYDES – und genau deshalb werden wir diese Gespräche fortsetzen.
Sie möchten bei einer der nächsten Veranstaltungen dabei sein oder Ihre eigene Immobilie besser einordnen lassen? Dann sprechen Sie uns gern an. Wir zeigen Ihnen, welche Fragen für Ihre Immobilie jetzt! wichtig sind – verständlich, persönlich und mit Blick auf Ihre Ziele. Vereinbaren Sie jetzt Ihren persönlichen Beratungstermin.
Für den Kalender
Do., 28. Mai 2026 ab 18.30 Uhr: „Expertentalk in kleiner Runde“ in unserem Büro.
An diesem Abend wird es ausschließlich um die praktischen Möglichkeiten im Rahmen der geltenden Gesetze und Verordnungen gehen – für Bauen im Bestand, Sanierung und Dachaufstockung sowie noch geltende Fördermöglichkeiten dafür. Wer am 23.4. nicht dabei sein konnte oder gezielt individuelle Fragen und Antworten loswerden will, ist willkommen. Max 14 Personen und bitte anmelden.
Am Di., 30. Juni gibt es einen „Expertentalk in kleiner Runde“ zu aktuellen Themen rund um die Immobilie.
Juli und August Sommerpause
Mi., 9. September: der nächste Expertentalk mit Gästen ist in Vorbereitung

